Bericht Schweizerische Tagung 25. September 2021

Mit «Bienvenue – Benvenute – Bainvegni – Willkommen» konnten wir die 50 Teilnehmerinnen zur schweizerischen Tagung im Liebfrauenzentrum in Zürich begrüssen. Gross war die Freude allerseits, sich wieder physisch treffen und austauschen zu können.

Wir eröffneten mit einem Zitat aus der Weltgebetstagsliturgie 2022, verfasst von Frauen aus England, Wales und Nordirland, kurz auch EWNI: «Am Anfang, als Gott den Himmel und die Erde schuf, sagte er: Es werde Licht!» In diesem Sinne wurde eine WGT-Kerze entzündet und unserer Prayer-Partner Indien, Serbien und Armenien mit Länderkerzen und dem Lied «Yella kaladolu» gedacht.

Mit diesem gemeinsamen Tag feierten wir auch 85 Jahre Weltgebetstag Schweiz – so kommt zum Gefühl der weltumspannenden ökumenischen Verbundenheit noch die Schwesternschaft mit unseren Vorgängerinnen in der Schweiz dazu! Als Jubiläumsgeschenk erhalten alle ein edles, gefülltes WGT-Glas.

Unsere erste Referentin, Frau Susanne Hégelé, zeigte uns anhand persönlicher Einschätzungen und dem Vergleich mit ihrer eigenen Familiengeschichte eine ganz andere historische und gesellschaftliche Seite des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien und Nordirland.

Da ein Sprichwort sagt: «Musik ist die einzige Sprache, die alle verstehen», rundeten wir jede Sequenz des Tages mit einem Lied ab, angeleitet und wunderbar motiviert von unserer Musikerin Doris Albertin.

Der Einblick in die Arbeit der Projektgruppe des WGT-Komitees durch Sara Hanselmann ermöglichte es den Teilnehmerinnen, die aufwändige Recherchenarbeit bis zur Vergabe der Kollektengelder nachzuvollziehen.

Mit der anschliessenden Bibelarbeit durch die Theologin Li Hangartner gewannen wir alle aufgrund der historischen Zusammenhänge einen anderen Blickwinkel auf den Jeremiastext der Liturgie. Als Grundlage dazu kann auch das Infoheft dienen.

Frischer Gesang stimmte uns dann auf ein im Infoheft und in der Kinderliturgie beschriebenes typisches EWNI-Essen ein: Feine coronakonforme Sandwiches, die sich ideal auch beim Netzwerken und Austauschen an der Herbstsonne geniessen liessen. Den Kaffee mit Süssigkeiten der «Äss-Bar» und Spezialitäten aus der EWNI-Rezeptsammlung genossen wir bei der Durchsicht des angebotenen WGT-Materials oder bei der Schau von spannenden Frauenportraits auf der Leinwand.

Durch die Ateliers am Nachmittag gewannen alle einen tieferen Einblick in eines dieser Themen: Lieder und Tanz kennenlernen und üben; Vertiefung in die Liturgieländer und Ideen sammeln für eine Landvorstellung; Kinderliturgie kennenlernen; den biblischen Teil der Liturgie gestalteten; Ideen für die Gestaltung der Frauen-Porträts und der Besinnung mit Samen.

Anschliessend erlebten wir eine eindrückliche Liturgiefeier unter der Leitung von Béatrice Battaglia, aufgebaut mit einzelnen in den Ateliers vorbereiteten Bausteinen und abgerundet immer wieder mit einem Lied und dem Lichtgebet, wozu jeweils eine der sieben Kerzen entzündet wurde.

So erhielten wir einen Einblick in alle Atelier-Themen und erlebten viel Kreativität zur Umsetzung der Liturgieteile. Der jeweilige kurze Austausch brachte ergänzende Ideen und motivierende Rückmeldungen. Wenn Projekte aus der Sicht der betroffenen Frauen in der Ich-Form erzählt werden, können uns diese Schicksale nicht kalt lassen! Das walisisch gesprochene Vater unser, untermalt mit Bildern in der Beamer-Präsentation, entführte uns alle nochmals eindrücklich in die EWNI-Länder!

Dank den Rückmeldungen zu allem WGT-Material und zum Ablauf dieser Tagung kann das Komitee in Zukunft noch besser auf die Bedürfnisse aller WGT-Frauen eingehen.

«Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben», diese Zusage durften alle Teilnehmerinnen erleben mit der Zuversicht, dass die an der Tagung gesäten Samen gedeihen werden, damit wir uns dann am 4. März 2022 wieder verbunden fühlen werden beim Feiern der EWNI-Liturgie. Dazu bekamen alle ein Samentütchen, dessen Vorlage von der Webseite geladen werden kann.

Bereichert für die Vorbereitungen der Regionaltagungen und Feiern an Ort ergaben sich noch viele Abschiedsgespräche, denn die Teilnehmerinnen erlebten sich echt als WGT-Schwestern.

Der Dank am Schluss galt der Gastfreundschaft des Hauses, den mitwirkenden Zürcherinnen und den Referentinnen.

Uns und unsere Heimreise stellten wir unter Gottes Schutz mit dem Segen aus der Liturgie. Mit der Redewendung: «Musik ist die Sprache der Seele» sangen wir als Abschluss das WGT-Lied, welches uns nochmals mit der weltweiten Schwesternschaft verband unter dem Motto «informiert beten – betend handeln».

Bon voyage, gute Heimreise und uf wederluege, au revoir, arrivederci, am 24. September 2022 in Vully.

Vroni Peterhans im Namen des schweizerischen WGT-Komitees

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