{"id":44733,"date":"2026-02-11T17:11:03","date_gmt":"2026-02-11T16:11:03","guid":{"rendered":"https:\/\/wgt.ch\/?page_id=44733"},"modified":"2026-02-17T12:45:44","modified_gmt":"2026-02-17T11:45:44","slug":"danken-und-gruessen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wgt.ch\/it\/2026-nigeria-2\/fenster-zu-nigeria\/danken-und-gruessen\/","title":{"rendered":"Danken und gr\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<section class=\"l-section wpb_row height_small\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_1 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><h2 class=\"w-post-elm post_title entry-title color_link_inherit\">Danken und gr\u00fcssen<\/h2><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"l-section wpb_row height_small\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_1-2 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"w-image align_none\"><div class=\"w-image-h\"><img decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wgt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/59_Schulmaedchen_Copyright_EJW-Weltdienst_Kathrin-Geiger-1700-768x1024.jpg\" class=\"attachment-large size-large\" alt=\"\" loading=\"lazy\" srcset=\"https:\/\/wgt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/59_Schulmaedchen_Copyright_EJW-Weltdienst_Kathrin-Geiger-1700-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wgt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/59_Schulmaedchen_Copyright_EJW-Weltdienst_Kathrin-Geiger-1700-225x300.jpg 225w, https:\/\/wgt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/59_Schulmaedchen_Copyright_EJW-Weltdienst_Kathrin-Geiger-1700-rotated.jpg 1275w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_custom\" style=\"height:10px\"><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Foto: <span>EJW-Weltdienst, Kathrin Geiger<\/span><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"w-separator size_custom\" style=\"height:15px\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>In den letzten Weltgebetstagsjahren haben wir jeweils ge\u00fcbt, in einer einheimischen Sprache danken und gr\u00fcssen zu k\u00f6nnen. Bei Nigeria mit seinen 500\u00a0Sprachen ist schon die Auswahl eine Herausforderung. Ich habe mich f\u00fcr Beispiele aus den drei gr\u00f6ssten Sprachgruppen entschieden: Hausa, Yoruba und Igbo. Als B\u00fcndnerin bin ich mir durchaus bewusst, dass mein Auswahlkriterium sehr unfair ist gegen\u00fcber den vielen sprachlichen Minderheiten. Daf\u00fcr habe ich so die Chance, dass mehr Nigerianer:innen meine einzigen Worte in ihrer Sprache verstehen.<\/p>\n<p><strong>Deutsch:\u00a0 <\/strong><strong>Danke,<\/strong>\u00a0<strong>Hallo,<\/strong> <strong>Antwort auf Gruss<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hausa: <\/strong>\u00a0Naa gode, Sannu, Sannu<\/p>\n<p><strong>Yoruba:<\/strong>\u00a0 Ose, Bawo ni, Dada<\/p>\n<p><strong>Igbo:\u00a0 <\/strong>Dalu, Kedu, Odinma<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section><section class=\"l-section wpb_row height_auto\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_grid cols_1 laptops-cols_inherit tablets-cols_inherit mobiles-cols_1 valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><h4>Informelle Begr\u00fcssung \u00abHallo\u00bb<\/h4>\n<p>\u00abHallo\u00bb ist eine informelle Begr\u00fcssung, die nicht \u00fcberall passt. Daf\u00fcr ist sie einfacher. Meistens geh\u00f6rt zur Begr\u00fcssung eine Anrede dazu, ein Titel, die Verwandtschaftsbeziehung oder ein Name. In Hausa ist der Gruss f\u00fcr die Eltern: \u00abSannu Mama\u00bb und \u00abSannu Baba\u00bb.<\/p>\n<p>Die Antwort auf den Gruss t\u00f6nt oft anders als das erste Grusswort.<\/p>\n<p>Erwartet wird, dass die J\u00fcngeren zuerst gr\u00fcssen, in der Familie wie in der Schule, der Kirche oder Moschee, gerne mit einem Neigen des Kopfes oder einer leichten Verbeugung. Direkter Augenkontakt wird meist vermieden, daf\u00fcr ein L\u00e4cheln sehr gesch\u00e4tzt. Zum Respekt vor \u00e4lteren Menschen geh\u00f6rt auch, dass sie nicht mit ihrem Vornamen angesprochen werden.<\/p>\n<h4>Gruss im Verlauf des Tages<\/h4>\n<p>Neben dem informellen \u00abHallo\u00bb gibt es spezifische Begr\u00fcssungen je nach Tageszeit oder auch der Situation, in der ich jemanden antreffe. In <strong>Igbo<\/strong> t\u00f6nt das so:<\/p>\n<p><strong>Guten Morgen<\/strong>: Ututu oma<\/p>\n<p><strong>Guten Mittag<\/strong>:\u00a0Ehiehie oma<\/p>\n<p><strong>Guten Abend<\/strong>: Mgbede oma<\/p>\n<p><strong>Gute Nacht<\/strong>: Kachifo<\/p>\n<p>Zum \u00dcben in Igbo:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<strong> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zbURysFQIOY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zbURysFQIOY<\/a><\/strong><\/p>\n<h4>Ritualisierte Begr\u00fcssungsgespr\u00e4che<\/h4>\n<p>Das formelle Gr\u00fcssen geht oft weiter, indem ich mich nach dem Wohlergehen der ganzen Familie erkundige, vielleicht auch nach den Tieren, der Arbeit. Abk\u00fcrzungen gelten als unh\u00f6flich.<\/p>\n<p>In <strong>Hausa<\/strong> t\u00f6nt das ungef\u00e4hr so:<\/p>\n<p>A1: Guten Morgen. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Ina kwana. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0W\u00f6rtlich eigentlich: Hast du gut geschlafen?<\/p>\n<p>Oder A2: Guten Nachmittag. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Ina wuni. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0W\u00f6rtlich: Wie l\u00e4uft es heute? Was hast du erlebt?<\/p>\n<p>B: Mir geht es gut. Es geht gut. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Lafiya lau.<\/p>\n<p>A: Wie geht es deinen Eltern? \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Yaya Mama da Baba?<\/p>\n<p>B: Es geht ihnen gut. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Suna lafiya.<\/p>\n<p>A: Wie geht es der ganzen Familie? \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Yaya iyali?<\/p>\n<p>B: Es geht allen gut. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Suna lafiya.<\/p>\n<p>A: Gr\u00fcsse alle von mir. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Toh, a gaishe su ko.<\/p>\n<p>B: Ich werde es ausrichten. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Toh, zasu ji.<\/p>\n<p>A: Danke. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Madalla.<\/p>\n<p>B: Danke. \u00a0\u00a0-&gt; \u00a0\u00a0Madalla.<\/p>\n<p>Solche <strong>Begr\u00fcssungsgespr\u00e4che<\/strong> sind ein Ausdruck von Respekt und legen den Boden f\u00fcr eine gute Beziehung. Sie folgen gewissen Regeln und unterscheiden sich von Ethnie zu Ethnie und innerhalb der meisten Ethnien nach Alter, Geschlecht und sozialer Stellung.<\/p>\n<h4>K\u00f6rperhaltung, Geb\u00e4rden beim Gr\u00fcssen<\/h4>\n<p>In einem formelleren Setting ist der Ausdruck von Respekt und Ehrerbietung gegen\u00fcber \u00e4lteren und sozial h\u00f6her gestellten Menschen deutlicher als in einem informellen Setting unter jungen, befreundeten Menschen. Mit Ber\u00fchrungen ist Vorsicht geboten, insbesondere in muslimischen Kreisen. Die Initiative geht \u00fcblicherweise von den \u00c4lteren und angesehenen M\u00e4nnern aus. Am ehesten k\u00f6nnen sich gleichaltrige M\u00e4nner zur Begr\u00fcssung wie bei uns die Hand reichen, am wenigsten Mann und Frau.<\/p>\n<p>Bei den <strong>Hausa <\/strong>wird ein j\u00fcngerer Mann warten, bis der \u00e4ltere und h\u00f6hergestellte Mann ihm seine Hand entgegenstreckt und sie dann mit beiden H\u00e4nden und einer leichten Verbeugung ergreifen. Eine Frau wird niederkauern, den Blick zu Boden senken und auf ein Zeichen warten, um sich wieder zu erheben.<\/p>\n<p>Bei den <strong>Yoruba<\/strong> wird die Frau vor \u00e4lteren Personen niederknien und dabei den Kopf leicht neigen. Der j\u00fcngere und weniger vornehme Mann wir sich ausgestreckt ganz auf den Boden legen, mit seiner Stirn den Boden ber\u00fchren und dann auf ein Zeichen zum Aufstehen warten.<\/p>\n<p>Bei den <strong>Igbo<\/strong> darf eine Frau die dargereichte Hand eines Mannes mit ihrer rechten Hand kurz fassen, indem sie dabei ihre linke Hand unter ihren rechten Ellbogen legt. Junge M\u00e4nner reichen sich die Hand. Angesehene, \u00e4ltere M\u00e4nner schlagen zuerst dreimal ihre Handr\u00fccken gegeneinander, bevor sie sich die rechte Hand zum Gruss fassen. Manchmal schlagen sie auch ihre Ritualst\u00f6cke aneinander, bevor sie sich die Hand reichen. Es sind die hochangesehenen Alten, die entscheiden, welcher j\u00fcngere Mann reif genug ist, bei diesem Begr\u00fcssungsritual mitzuwirken.<\/p>\n<p>Hier ein kurzes Video zum Gr\u00fcssen in Nigeria: <strong><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tix5WlgrnCs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tix5WlgrnCs<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Die Vielfalt der Begr\u00fcssungsformen ist eindr\u00fccklich und zeigt, wie wichtig in Nigeria geregelte Beziehungen sind, in denen jede und jeder den eigenen Platz kennt und den anderen mit Respekt begegnet, selbst wenn die Spielregeln nicht f\u00fcr alle gleich fair sind. Die Regeln ver\u00e4ndern sich durchs Zusammentreffen verschiedener Ethnien und k\u00f6nnen bewusst gerechter gestaltet werden.<\/p>\n<p>B\u00e9atrice Battaglia<\/p>\n<h6><a href=\"https:\/\/wgt.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Danken-und-gruessen-in-Nigeria.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Danken und gru\u0308ssen.pdf<\/strong><\/a><\/h6>\n<\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"{:de}Danken und gr\u00fcssenFoto: EJW-Weltdienst, Kathrin Geiger In den letzten Weltgebetstagsjahren haben wir jeweils ge\u00fcbt, in einer einheimischen Sprache danken und gr\u00fcssen zu k\u00f6nnen. Bei Nigeria mit seinen 500\u00a0Sprachen ist schon die Auswahl eine Herausforderung. Ich habe mich f\u00fcr Beispiele aus den drei gr\u00f6ssten Sprachgruppen entschieden: Hausa, Yoruba und Igbo. Als B\u00fcndnerin bin ich mir durchaus...","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":39628,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-44733","page","type-page","status-publish","hentry"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"it","enabled_languages":["de","fr","it"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"fr":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"it":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wgt.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/44733","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wgt.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wgt.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wgt.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wgt.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44733"}],"version-history":[{"count":37,"href":"https:\/\/wgt.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/44733\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44936,"href":"https:\/\/wgt.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/44733\/revisions\/44936"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wgt.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/39628"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wgt.ch\/it\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}