Die Kooperationsveranstaltunug unter dem Titel «Belastet aber nicht gebrochen – Lebensrealitäten nigerianischer Sexarbeiterinnen in der Schweiz» stiess auf ein reges Interesse. Ein Thema, worüber unsere Gesellschaft gerne schweigt. Getragen von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft gelangen Jahr für Jahr junge nigerianische Frauen auf unsicheren Wegen über Europa in die Schweiz. Dabei geraten sie als Opfer von Täuschung und Menschenhandel in die (Zwangs)prostitution.
Die vielschichtigen Gründe dieser Lebenswege junger nigerianischer Frauen beleuchtete Medinat Abdulazeez Malefakis, Expertin für internationale Zusammenarbeit, in ihrem Impulsreferat. Sie erklärte die kulturelle und wirtschaftliche Situation in Nigeria, die einer der Gründe ist, warum sich junge Frauen auf die gefährliche Reise nach Europa begeben. Dabei erstaunte es die Zuhörer:innen, dass diese oft Jahre dauert, begleitet von Misshandlungen, Ausbeutung und Verschuldung, bis das Ziel Schweiz und damit ein vermeintlich besseres Leben erreicht ist.
Erschreckend war die Aussage, dass nicht das Leben als Sexarbeiterin in der Schweiz das schlimmste sei in ihrem Leben, das sie über sich ergehen lassen müssen – Dies erklärt die Bedeutung der Aussage «Belastet – aber nicht gebrochen.»



