Jubiläen 2026-2027

90 Jahre Weltgebetstag Schweiz 2026
100 Jahre World Day of Prayer International 2027

6. und 8. März 2026: Der schweizerische Weltgebetstag wird 90-jährig.

1936 wurde der erste Weltgebetstag in der Schweiz gefeiert. Dessen wollen wir gedenken an unseren WGT-Feiern am 6. März 2026 mit der Liturgie aus Nigeria. Besonders auch am Sonntag, 8. März um 11.00 Uhr in der katholischen Kirche Künten mit Jugendchor, Djembégruppe sowie Bildern und Essen von Rita Kobler-Emiko aus Nigeria. Komm, begehe diesen besonderen Tag der Frau mit uns!

10. Juni 2026: Weiter werden wir 90 Jahre schweizerischer WGT und 100 Jahre internationaler WGT feiern an der Mitgliederversammlung vom 10. Juni 2026 in Baden mit anschliessendem Anlass zu prägenden Frauen des WGT und der Ökumene.

11. September 2026: Auch anlässlich der CH-Tagung werden wir am ökumenischen Institut in Freiburg beide Jubiläen beleuchten.

Freitag, 5. März 2027: Mit der Jubiläumsliturgie wird «100 Jahre internationaler WGT» gefeiert.

Sonntag, 7. März 2027: Zusätzlich laden wir nachmittags zum Jubiläum nach Zug ein.

2026: 90 Jahre Weltgebetstag Schweiz

1936: Die erste Weltgebetstagsfeier in der Schweiz wird von Methodistinnen in der Romandie gefeiert mit dem Thema «Frieden auf Erden».

Ab 1950 unterstützt der evangelische Frauenbund massgeblich den schweizerischen Weltgebetstag.

Auch die christkatholischen Frauen wirken ab der ökumenischen SAFFA-Ausstellung 1958 mit.

Seit 1962 wird der schweizerische Weltgebetstag durch ein Komitee organisiert.

Ab 1966 schliesst jede Feier mit dem gemeinsamen Weltgebetstagslied: «Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen».

Obwohl katholische Frauen schon länger mitwirken, werden sie erst durch das Zweite Vatikanische Konzil dazu ermutigt.
1968 schliessen sie sich offiziell an.

Ebenfalls 1968 wird das internationale Weltgebetstags-Komitee in Schweden gegründet. Es vernetzt die verschiedenen Regionen miteinander und garantiert die Verbreitung der Liturgien in alle etwa 135 Länderkomitees.

1969 beschliesst das internationale Komitee, dass die Feier immer am ersten Freitag im März stattfindet, was eine Annäherung an orthodoxe Frauen signalisiert.

1972 schreibt der schweizerische WGT eine eigene Liturgie «Freuet euch» mit Texten von Silja Walter

An der Konferenz in Sambia 1978 wird das Motto der Weltgebetstagsbewegung beschlossen: «informiert beten – betend handeln».

1982: Das von irischen Frauen gestaltete WGT-Signet wird als internationales Symbol angenommen. Die betenden Frauen in allen Himmelsrichtungen zeigen die weltweite Basisbewegung, und das keltische Kreuz die Offenheit für unterschiedliche Kulturen und Konfessionen. Der grüne Erdkreis zeigt auch die zunehmende Verantwortung für unsere gemeinsame Mutter Erde. Dies kommt in den Liturgien neben den ländertypischen Beiträgen und den Frauen-Lebenszeugnissen immer mehr zum Ausdruck.

1987 wird 100 Jahre Gebetstag gefeiert (zu Beginn noch nicht weltweit) mit dem Titelbild des Sonnenaufganges, das lange viele WGT-Gruppen in der Schweiz begleitet.

1992 schreiben die Schweiz, Österreich und Deutschland zusammen die Liturgie «In Weisheit mit der Schöpfung leben».

Der Weltgebetstag thematisiert immer wieder dringende Probleme und Krisen unserer Erde, ruft auf zu Gebet und Handeln.

Manchmal werden Weltgebetstagsliturgien durch aktuelle Probleme im Land der Verfasserinnen in den Fokus gerückt. Das ist jeweils für alle Mitwirkenden eine Herausforderung.

Die Liturgie ist geprägt von den subjektiven Erfahrungen der jeweiligen Autorinnen, sie erzählen Lebensgeschichten aus ihrer Perspektive. Als solche sind sie uns Geschenk und eine Bereicherung. Dies wollen wir mit dem nötigen Respekt behandeln. Denn Weltgebetstagsfeiern sensibilisieren und schärfen unsere Aufmerksamkeit für die Kultur, die Geschichte und die Politik des Liturgie-Landes und lassen uns so die Weltgemeinschaft stärken und gestärkt durch das gemeinsame Gebet handeln.

Doch das Herzstück des Weltgebetstages bleiben die Ortsgruppen mit ihren Feiern. In der Schweiz sind es etwa 600 Gruppen, die in den Sprachen Vallader, Sursilvan, Italienisch, Französisch und Deutsch feiern.

Die Bereitstellung der Liturgie in fünf Sprachen – teilweise auch des zusätzlichen Materials – ist eine Besonderheit der Schweiz: Dadurch entsteht eine ökumenische Vernetzung aller Schweizer Regionen.

Im Komitee wirken durch die Jahre Frauen vieler Denominationen mit: evangelisch-reformierte, röm.-katholische, christkatholische, evangelisch-methodistische, neuapostolische, orthodoxe, und häufig Frauen der Heilsarmee.

2007: der WGT Schweiz erhält den Marga Bührig-Anerkennungspreis in Würdigung der gelebten Ökumene und des Engagements für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung aus Sicht der Frauen.

2017: Gründung des Vereins WGT Schweiz

Seit der Mitgliederversammlung 2023 ist die Einzelmitgliedschaft möglich.

2026: 90 Jahre WGT

2027: 100 Jahre weltweiter WGT

Langjährige Präsidentinnen prägten den WGT Schweiz, unterstützt von jeweils kürzeren Co-Präsidentinnenzeiten:

1962: Bildung des schweizerischen Komitees unter der Leitung von Dora Schlatter
1976: Helen Stotzer-Kloo
1985: Margret Herzog-Hitz
1989: Marty Voser. Sie war auch von 1995-1999 Europadelegierte im internationalen Komitee
Seit 1995: Co-Präsidium, ablösend: Dorli Crabtree, Liliane Jelmini, Jeannette Kasper, Paula Méry, Anina Stieger, Karin Flury, Brigitte Koring, Heidi Wettstein
2010: Heidi Wettstein – schon seit 2008 im Co-Präsidium
2021: Vroni Peterhans