Mit der Liturgie, geschrieben vom internationalen Komitee des Weltgebetstages (WDPIC), feiern wir die eindrückliche Geschichte dieser ökumenischen Frauenbewegung «Weltgebetstag». Sie setzt sich seit 100 Jahren international ein mit ihrem Leitspruch für Solidarität: «informiert beten – betend handeln». Anstelle eines einzigen Liturgielandes oder Lebensgeschichten von Frauen steht die Geschichte des WGT im Mittelpunkt, angereichert durch Zeugnisse starker WGT-Frauen, die den Weg unserer Bewegung prägten. Durch einen historischen Überblick in der Liturgie mit Erzählungen und Liedern erfahren wir, wie Gebete, Glauben und Solidarität über Generationen in jeden Winkel der Welt getragen wurden.
So werden wir am 5. März 2027 rund um den Globus mit diesem aussagekräftigen Bild und Titel gemeinsam verbunden feiern: «100 Jahre Weltgebetstag für Gerechtigkeit und Frieden».
Die libanesische Künstlerin Shams Saad erklärt zum Titelbild: Es zeigt Frauen rund um den Erdball, von denen jede für eine andere Kultur und Gegend steht. Sie sind miteinander verbunden in Gebet, Stärke und Solidarität.
Das hundertjährige Jubiläum des Internationalen Weltgebetstags lädt uns ein, diesen Meilenstein zu feiern, indem wir zwei Stimmen aus der Heiligen Schrift hören, deren Lieder von einem Gott singen, der die Welt verwandelt und die auch heute noch nachklingen – es sind die Stimmen von Hanna im 1. Buch Samuel 2 und von Maria in Lukas 1.
In dieser historischen Feier wollen wir uns von Hannas Mut und Marias Glauben inspirieren lassen, ihre alten Lieder anstimmen und verkünden, dass Gott die Niedrigen aufrichtet, die Hungrigen sättigt und einer von Konflikten zerrissenen Welt Frieden bringen kann.

«River of Prayer» – «Strom des Gebetes» von Shams Saad
Seit 1927 haben Frauen durch diesen Strom des Gebetes Grenzen von Nationen, Kulturen und Konfessionen überwunden auch über die Zeit der Weltkriege, der Weltwirtschaftskrise und des Kalten Krieges bis in die Herausforderungen unserer Tage.
Lasst uns gemeinsam dieses grossartige Erbe des informierten Betens und des betenden Handelns fortsetzen in allen 7 Regionen unseres weltweiten WGT-Netzwerks. Die Zahl 7 wird uns durch die Liturgie begleiten und lässt dabei die tiefere Bedeutung dieser symbolträchtigen Zahl mitschwingen. Sie wird auch auf dem Titelbild dargestellt mit den 7 Frauen aus allen Weltregionen. Die Zahl 7 nehmen wir auch bei den Solidaritätsprojekten auf. Zu den mehrjährigen Projekten unterstützen wir je ein Projekt in den 7 WGT-Weltregionen.
In den schriftlichen Unterlagen und auf unserer Homepage können fortlaufend vielfältige Hintergrundinformationen auch zur Gestaltung und Umsetzung gefunden werden.
Gross ist die Freude, dass wir hier und heute Teil dieser lebendigen, weltweiten, ökumenischen Frauen-Bewegung sind, die den Fluss des Gebetes weiterfliessen lässt in zukünftige Generationen.
Vroni Peterhans-Suter

